Klugschnacker hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
Klar, aber wenn du nicht so viel oder kaum Sport machst, fällt die Sache mit dem Gewicht in den Hintergrund. Das Gewichtsproblem löst sich auf, sofern du nicht echte gesundheitliche Probleme bekommst. Es existiert erst wieder, wenn du mit dem Rad einen Berg hochfährst oder Laufen gehst. Davor ist es nur Kopfsache.
Jedes Jahr ein paar Pfunde mehr... wer Ü30 ist, wird das kennen. Ich achte in gewissen Grenzen auf mein Gewicht, nicht nur aus sportlichen Gründen, sondern auch als Auflehnung gegen das Älterwerden. Ich bin jetzt 45 Jahre alt, und seit einiger Zeit öffnet sich eine Schere zwischen dem Alter meines Körpers (steht in meinem Personalausweis) und dem gefühlten Alter seines Bewohners.
"Ich selbst" – das ist derjenige, der aus meinen Augen nach draußen schaut. Er sieht dort einen Körper, der ihm manchmal, aber in zunehmendem Maße, fremd und falsch vorkommt. Es ist unangenehm, im Spiegel einen Bauch zu sehen, der auf der inneren Landkarte nicht eingezeichnet ist. Mit ein paar Kilo weniger fühle ich mich wieder mehr als Einheit, die Schere schließt sich ein Stück.
Ein weiterer Grund ist, dass mir meine Liebste außerordentlich gut gefällt und ich gerne hätte, dass das auf Gegenseitigkeit beruht.
Ich sehe mich nicht als milde essgestört oder als verkrampften Ehrgeizling, der das Leben nicht zu genießen weiß. Ganz im Gegenteil.

Das siehst Du mal, wie es der alten dicken Frau ergangen ist. Dazu kommt noch, dass wir alte Leute uns mit jungen Dingern in einer Welt der Durchtrainierten rumtreiben.
Ich habe durch den Ausnahmezustand in den letzten zwei Jahren habe ich auch zu genommen. Interessanterweise bin ich nicht mehr ganz so streng mit mir selbst, wenn ich in den Spiegel schaue und sehe eher die schöne Seite von mir.Die Schwachstellen sind noch da, aber ich muss mir keinen Kopf mehr über die Konkurrenz da draußen machen.Mich selbst stört mein Bäuchlein auch und ich werde mich im Januar Deiner Selbsthilfegruppe anschliessen.
Es soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich heute meine eigene Schönheit wieder deutlicher, seit ich nicht mehr nur mit durchtrainierten Athleten und Athletinnen rumhänge.

Mit denen konnte ich eh nicht mithalten, schlimm genug, dass ich dachte, ich müsste das tun.Bevor ich in dieser Triathlonwelt gerutscht bin, war ich nicht so kritisch.Heute bin ich auch mit Männern deutlich strenger, wenn es um das Bäuchlein geht..
Essgestört bin auch nicht, eher eitel.
Schöne Weihnachten
