tobi_nb hat geschrieben:
Ist schon erstaunlich, wie das subjektive Empfinden das objektive Denken und Handeln beeinflußt.
Zäck können alle leiden, also ist das Doping nicht so schlimm. Und von anfang an war er schon gar nicht gedopt.
Und natürlich ist es auch völlig legitim, dass er jetzt als Trainer eine Langdistanztruppe aufbauen will und darf.
P.S.: Mir persönlich ist es völlig egal, was Zäck macht oder gemacht hat. Für mich gibt es keine sportlichen Helden. Und die die vorne mitspielen sind gedopt. Von daher ist Zäck keine Ausnahme.
Aber um etwas gegen die Scheinheiligkeit der trotteligen Spezies Mensch zu tun, würde ich es sehr begrüßen,
wenn Zäck:
entweder von der Bildfläche des öffentlichen Sportes verschwindet (und zwar für immer und in jedem Zusammenhang)
oder die Öffentlichkeit offen akzeptiert, dass Doping cool und menschlich ist, und es jeder gemacht hat bzw. machen wird, der leistungsmäßig vorn mit dabei ist.
Vielleicht zur Klarstellung:
Ich finde Doping schlimm, egal ob jemand dopt, den ich leiden kann oder nicht.
Jürgen Zäck hat eingeräumt, daß die positive Probe auf kontaminierte Lebensmittel zurückzuführen ist und hat die positive A-Probe und die Konsequenzen daraus akzeptiert. Dafür gebührt ihm Respekt.
Daß ein Profi wie Zäck verseuchte Nahrungsergänzung konsumiert ist Dummheit.
Ich fand Zäck fast 20 Jahre lang als den herausragenden deutschen Triathleten. Das ist er für mich heute noch. Wenn jemand behauptet, seine Erfolge sind alle auf Doping zurückzuführen, dann soll er das bitte beweisen.