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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 11 Jan 2017 19:23 
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Das Rennsemmel-Emu
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Klugschnacker hat geschrieben:
Ordentlich Parmesan obendrauf

:???:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 11 Jan 2017 19:49 
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Klugschnacker hat geschrieben:
Anja hat geschrieben:
Salatberge frustrieren mich nur und machen mich nicht satt. Leider.

Wirklich "leider"? Dann mache nur einen kleinen Salat und schnipple ein paar sättigende Sachen hinein, zum Beispiel etwas knackig angebratenes Gemüse, das Du am liebsten isst. Knusprige Kartoffelstücken, grünen Spargel, rote Beete … und den Salat als Beilage verwenden.

Hübsch sehen auf einem Teller neben einer großen Salatgarnitur meine Kartoffelschiffchen aus:

Zwei große Kartoffeln samt Schale kochen und etwas abkühlen lassen. Längs halbieren und mit einem Teelöffel vorsichtig etwas aushöhlen. Das sind die Schiffchen. Die Kartoffelmasse in einer kleinen Schale mit Spinat und Creme Fraiche (oder einer pflanzlichen Sahne) mischen, salzen, und zurück in die Kartoffelschiffchen geben. Ordentlich Parmesan obendrauf und ab in den Ofen. Wer keinen Parmesan verwenden möchte, kann frisch zerhackte Nüsse (Mixer) mit etwas Olivenöl und Salz mischen, und das auf die Schiffchen streuen.

Zusammen mit dem Salat auf dem Teller anrichten und mit einigen halbierten Kirschtomaten bunt verzieren.
:keko


Ja, leider. Ist gesund, macht andere satt und zufrieden.

Mich nervt, daß es kalt ist, daß ich ewig esse und ich nicht satt werde, daß ich danach Hunger auf richtiges Essen bekomme... Ich hab schon alles mögliche probiert und kurzfristig geht es mal, aber das meiste scheitert ja daran, daß jedes noch so nette Essen in der Tubberschüssel im Büro nur halb so toll ist. Und frisch gebratenes Gemüse wird in der Microwelle labbrig, Putenbruststückchen in der Microwelle steinhart .

Die Kartotffelschiffchen klingen klasse und ich probiere die gerne mal aus, aber das ist auch nichts fürs Büro.

Ich versuche einigermaßen regelmäßig mittags zu essen - das fällt mir eh schwer, wenn geht es aber nur wenn es wirklich schnell und unkompliziert geht und gut vorzubereiten ist (teilweise mache ich Sonntags das Essen für 3 Tage fertig).

Ich liebe schön zu kochen und gemeinsam zu essen - aber die optimale Lösung fürs Büro fehlt mir immer noch.

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06.05.2012 Caldera Blanca
12.10.2014 - München Marathon * 12.07.2015 - Challenge Roth * 27.09.2015 - Berlin Marathon *
25.09.2016 - Berlin Marathon * 27. - 30.11.2016 Lanzarote Running Challenge * 10.12.2016 Lanzarote Marathon * 09.07.2017 Challenge Roth


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 11 Jan 2017 21:45 
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Das Kuba-Emu

Registriert: 03 Sep 2014 11:17
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Zum Thema: Ich fand das Prinzhausen Buch damals ziemlich hilfreich.

Bezüglich der veganen Ernährung sollte man vielleicht erwähnen, dass es dabei mitnichten ums Abnehmen geht oder um eine gesündere Ernährung. Es geht primär auch nicht um die Vermeidung von Tierleid. Im Kern geht es einem echten Veganer darum, Tiere nicht als Nutztiere zu begreifen. Tiere sollen den Menschen also keinem Zweck dienen, auch nicht dem der Ernährung. Das ist Ansichtssache oder auch eine Ideologie. Die Vermeidung von Tierleid, gesündere Ernährung, Abnehmen, falls das so sein sollte, ist nur ein gern gesehener Nebeneffekt. Beispielsweise würde ein echter Veganer einen Fisch, den ich harpuniert habe, keinesfalls essen, obwohl es keine artgerechtere Haltung und natürlichere Ernährung dieses Fisches geben kann. Er oder sie würde ihn nicht essen, weil ein Tier gemäß dieser Ideologie eben nicht dem Zweck der Ernährung dient.

11kg in 2 Monaten? Aha. Das kann ich kaum glauben, und reizt natürlich zum Ausprobieren, zumal Wettkampfabstinenz und familienbedingtes unregelmäßiges Training ab Mitte 2015 für etwas Verfettung gesorgt haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 11 Jan 2017 21:56 
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Das Rennsemmel-Emu
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Registriert: 17 Jan 2005 11:00
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Klugschnacker hat geschrieben:
Versuch macht kluch.

:D - als ich gestern den Rechner ausgemacht hatte, dachte ich noch kurz über das Thema nach und war mir sicher, es würde etwas in der Art von Dir kommen...

Zitat:
Wenn Du so kurz nach einer Mahlzeit wieder Hunger hast, trinkst Du möglicherweise zu wenig während oder nach dem Essen. Das ist gerade dann wichtig, wenn man viel Gemüse oder Vollkorn zu sich genommen hat.

Guter Tip - das werde ich mal beobachten. Ich trinke durchaus oft nichts zum Essen, erst danach dann.

Zitat:
Bei mir hat das alles sehr gut funktioniert. Y und ich haben zusammen innerhalb von vielleicht 2 Monaten 11 Kilo abgenommen. Seit 2 oder 3 Monaten bin ich jetzt stabil bei ca. 73.5 kg. Mein Renngewicht in den letzten 10 Jahren war 75.5 kg. Das Wintergewicht eher bei 80 kg, und ich habe mich dann wie Du wirklich grammweise wieder runtergekämpft.

Das finde ich wieder interessant. Hast Du die Ernährung nach diesen zwei Monaten verändert? Warum nimmst Du nicht mehr weiter ab? Ich muss doch mal wieder mehr im Thema wühlen, merke ich.

Zitat:
Das ist für mich persönlich auch deshalb bemerkenswert, weil ich zuvor bereits ein Jahr oder zwei vegetarisch gelebt habe. Fleisch habe ich gemieden, Fisch, Käse und Eier habe ich gern gegessen. Ich habe brav meinen Magerquark mit Früchten verzehrt, Schwarzbrot mit magerem Forellenfilet und so weiter, also bereits gewichtsbewusst. Süßigkeiten oder Chips habe ich seit Jahren nicht mehr im Haus. Der Abnehmeffekt war insgesamt sehr gering und es war jedes Jahr wirklich zäh, im Juli wieder ein gutes Gewicht zu haben. Du kennst das.

Ja, kenne ich. Daran dachte ich auch, eben auch daran, dass Du ja schon nicht mehr isst, wie der Durchschnittsdeutsche. Ich habe einige Schwächen, die sicher zum Gewicht beitragen und an denen ich arbeiten muss. So drastisch war mein Gewichtsverlust aber nie, egal was ich gemacht habe.

Zitat:
Was ich damit sagen will: Der Schritt zu einer Ernährung, die auf tierische Produkte verzichtet, war für mich verhältnismäßig klein. Statt Käse und Fisch esse ich jetzt halt was anderes, kein Problem. Der Abnehmeffekt ist aber sehr deutlich, und ich kann Dir versichern, dass ich keine Kalorien gezählt oder gehungert habe. Es ist schließlich Off-Season. Trotzdem habe ich jetzt ein Gewicht wie vor 20 Jahren, und am Bauch zeigt sich (mit etwas gutem Willen) ein kleines Sixpack. Ich war also, wie Du auch, bereits in den Jahren zuvor gefühlsmäßig sehr nah dran an dem, wie ich mich heute ernähre. Einen wirklichen Erfolg verzeichne ich aber erst jetzt. Falls sich das auf Dich übertragen lässt, bin ich zuversichtlich, dass es bei Dir ebenfalls funktionieren wird.

Ich habe mir mal die nächsten 4 Wochen angeschaut und mich gefragt, wie ich da so eine Ernährung hinbekommen könnte und an welchen Tagen/Gelegenheiten ich das vergessen kann. Es sind einige aber beileibe nicht die Hauptzahl der Tage.

Ich werde mich also mal einlesen und dann überlegen ob es ein gangbarer Weg für mich ist. Wenn ich an den Brunch heute mit den Kollegen denke, dann hätte ich dort trockene Brötchen essen können, wenn es vegan hätte sein sollen... Solche Dinge möchte ich nicht noch damit verkomplizieren, dass ich eigenes Essen mitbringe.

Oder eben Grünkohlwochenende. Da wird FLEISCH gegessen. PUNKT. ;) :kuss

(Ich habe meinen eigenen Versuch aus Interesse und allgemeiner Sympathie für diese Form der Ernährung gestartet, nicht um abzunehmen. Der Gewichtsverlust und Zugewinn an subjektiver Fitness ist ein angenehmer Nebeneffekt, der jedoch gar nicht beabsichtigt war. Ich dachte mir einfach, "das ist ne gute Sache und ich lerne jetzt mal, wie das geht". Ohne Stress. Dazu muss man nicht gleich jeden einzelnen Tag auf tierische Produkte verzichten, sondern nur an ein paar Tagen pro Woche, um das mal kennenzulernen. Es hat mir dann aber so gut gefallen und geschmeckt, dass ich gleich jeden Tag so gekocht habe, dabei geblieben bin, und mir das auch für die Zukunft gut vorstellen kann.)[/quote]

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 12 Jan 2017 02:01 
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Die Emu-Maus
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Z.b. Der eine sechs kilo, dieandere fünf Kilo, gell :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 12 Jan 2017 06:37 
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Schmorch'l-Butt'n-Emu
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Klugschnacker hat geschrieben:

Wenn Du tierische Produkte und alle Fertigprodukte weglässt, ist fast alles vom Tisch, was eine hohe Kaloriendichte hat. Und fast alles, was schnell wieder Hunger macht. Du kannst Dich satt essen und hast nicht bald darauf wieder Hunger, und nimmst nur relativ wenige Kalorien zu Dir.

Ein ganzes Kilo Tomaten enthält 180 kcal. Ein Kilo Zucchini 170 kcal. Ein Kilo Kürbis 240 kcal. Ein Kilo Spinat 230 kcal. 100 Gramm (!) Lyoner Wurst enthalten 240 kcal. 100 Gramm (!) Gouda enthalten 350 kcal. Du kannst also drei Scheiben Gouda essen, oder ein ganzes Kilo Gemüse, oder zwei Kilo Tomaten. Deswegen kannst Du frisches Gemüse und Salat essen, bis Du platzt, und gleichzeitig abnehmen..


Das ist extrem verallgemeinert und stark geschönt in Richtung vegan. ;)

Bzw. insbesondere mit Kaloriendichte pro vegan zu argumentieren ist vollkommen falsch umd grob unwissenschaftlich.
Dass Gemüse wenig Kalorien hat, sollte jedem bekannt sein. Aber vergleich doch mal die Kaloriendichte von magerem Kochschinken oder Pute oder Rindfleisch oder sonstwas (Fleisch sollte nicht gleichgesetzt werden mit fettigem Supermarktfrass, da auch heute noch genug Möglichkeiten bestehen, Produkte aus artgerechter Tierhaltung zu kaufen) mit Nüssen, mit Maisprodukten, mit Kohlehydraten im Allgemeinen oder mit pflanzlichen Ölen, dann schaut die vegane Kalorienwelt gleich viel anders aus. ;)

Ich esse auch sehr viel Salat, aber der muss meiner Ansicht nach immer auch in irgendeiner Form einen Proteinträger haben, um satt zu machen. Dafür nehm ich z.B
Walnüsse = vegan
Käsescheiben = vegetarisch
magere Fleisscheiben wie Kochschinken = tierisch
Fisch wie Lachs = tierisch
Du wirst erkennen, dass ich diese vier Beispiele nach absteigender Kaloriendichte sortiert habe. :lol:

Das ist ausdrücklich keine Kritik an veganer Ernährung, sondern Kritik an der Behauptung, insbesondere tierische Produkte hätten viel kcal. :beer
Ich bin immer noch Fan einer ausgewogenen und hochwertigen Ernährung inklusive frischer Tierprodukte aus artgerechter Haltung und kann weder Paleo noch Vegan so richtig nachvollziehen. Weder das Eine noch das andere Extrem macht in meinen Augen Sinn.

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Isarauen-Pussy


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 13 Jan 2017 14:24 
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Das Rennsemmel-Emu
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Die Frage nach der Kaloriendichte hatte ich ja auch gestellt. Andererseits sehe ich keinen Grund, Arnes Zahlen hinsichtlich des Gewichtsverlusts anzuzweifeln. Insofern wird es wohl wirklich auf einen Versuch ankommen (wobei ich noch nicht so recht weiß, wie ich das wirklich konsequent logistisch hinbekommen kann/soll).

Arne: ich habe noch zwei Fragen, wenn es Dir zuviel wird, bitte Bescheid sagen... ;)

- wie stellst Du die Versorgung mit allen essentiellen Aminosäuren sicher? Mein Stand ist, dass es bei veganer Ernährung da Defizite gibt irgendwann (erst Recht bei dem Trainingspensum).

- wenn ich mich recht erinnere, warst Du seinerzeit mit Pinkpoison in regem Austausch und hast auch Teile seiner Ernährungsphilosphie übernommen mit dem Resultat, dass Sehnenprobleme merkbar besser wurden. Warst Du da noch Fleischesser (weil Paleo ja quasi das exakte Gegenteil vom Veganismus ist) und wir kam dann die Wandlung?

Zum Schluß noch ein Link, den ich hier auf dem Laptop (= mein Arbeitsrechner) schon seit mindestens 3 Monaten gespeichert habe, weil ich daraus mal einen Essenplan für's Büro machen wollte. Vielleicht eine gute Grundlage: 30 leckere vegane Gerichte, die Du in nur 30 Minuten kochen kannst

Gruß aus'm Schneesturm auf der A9... :chris76

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 13 Jan 2017 15:34 
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Moin,

glaurung hat geschrieben:
Ich esse auch sehr viel Salat, aber der muss meiner Ansicht nach immer auch in irgendeiner Form einen Proteinträger haben, um satt zu machen. Dafür nehm ich z.B
Walnüsse = vegan
Käsescheiben = vegetarisch
magere Fleisscheiben wie Kochschinken = tierisch
Fisch wie Lachs = tierisch


das ist im Wesentlichen auch meine bewährte(!) Strategie, um "Gewicht zu machen".

Mein Problem ist nur, dass zwei Häuser weiter der Discounter steht. Und da ich mitten in einem Wohn- und Altbauviertel wohne, sind Läden mit einer größeren Auswahl an Lebensmitteln gefühlt eine halbe Tagesreise entfernt. Sprich, alle Kombinationen an Salaten mit Zutaten aus dem Discounter habe ich schon x-mal durch.

Es kann natürlich auch sein, dass ich einfach nur zu bequem und faul bin, mal woanders hin zu radeln. Aber ich habe doch noch ein kleines Kind, und dann noch das ganze Training, der Anzug war in der Reinigung, und dann noch dieses Erdbeben... Jammer jammer jammer ;)

In dieser Situation bin ich für Anregungen und Alternativen einfach dankbar:

Klugschnacker hat geschrieben:
Entscheidend ist, dass Du Gemüse so zuzubereiten lernst, dass Du es sehr gerne isst. Und zwar richtig derb gerne.


Zum Anhänger irgend einer Ernährungssekte werde ich deswegen wohl nicht werden.

Viele Grüße,

Christian

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 13 Jan 2017 18:53 
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Schmorch'l-Butt'n-Emu
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@drullse: Ich zweifle Arnes Gewichtsverlust auch nicht an. Ebensowenig, dass er diesen mit veganer Kost erreicht hat. Ich bin mir aber sicher, dass das Abnehmen genauso funktionert hätte, wenn er magere Fleischstreifen oder Fischgedöns mit in seinen Salat reingetan hätte.
Wurst oder Käse haben freilich deutlich mehr kcal. Wenn die fleischliche Kost vorher hauptsächlich aus Wurstwaren bestand, dann wundert es mich nicht, dass man abnimmt, wenn man das Zeugs auf einmal weglässt.

Ich les bei Arnes Blog drüben auch immer wieder mal rein. Was ich auch absolut genauso sehe, ist, dass man bei pflanzlichen Ölen trotz der massiv hohen Energiedichte nicht sparen sollte. Ich glaube nicht, dass Olivenöl ansetzt. Ich denke fast, dass das Zeugs anders verstoffwechselt wird und bei mir hab ich so das Gefühl, dass ich pflanzliche Öle irgendwie zur Schmierung brauche. Ich bilde mir ein, bei starkem Verzehr nicht mehr so schnell Probleme mit den Sehnen zu bekommen.

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Isarauen-Pussy


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 13 Jan 2017 22:04 
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Das Kuba-Emu

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drullse hat geschrieben:
(weil Paleo ja quasi das exakte Gegenteil vom Veganismus ist)


Paleo ist mitnichten das exakte Gegenteil von vegan. So ist für einen Paleoaner wie für einen Veganer Gemüse und Salat die Basisernährung. Die jeweiligen Gründe dürften bekannt sein. Darüber hinaus essen weder Veganer noch Paloeaner Milchprodukte, wenn auch hier wieder aus völlig unterschiedlichen Gründen, die ebenfalls bekannt sein dürften.

Veganismus basiert letztendlich auf einem Dogma und Paleo auf "Wissenschaft", zumindest sind die Argumente der Paloeaner wissenschaftlichen Methoden zugänglich, da man mit wissenschaftlichen Methoden untersuchen kann, wie damals gegessen wurde, ob und wie sich die Gene seitdem angepasst haben, etc. pp. Dieser wissenschtliche Überprüfung enzieht sich der Veganismus. In seiner morlischen Argumentation wird einfach behauptet, Tiere sind keine Nutztiere. Punkt. Dem kann man jetzt ein christliches "Dogma" entgegenhalten: Tiere sind dem Mensch Untertan. Das wird auch einfach behauptet ohne Rechtfertigung oder gar einer mir zugänglichen Argumentation. Und jetzt ?

Also wenn man schon auf wertvolle Eiweißquellen, wie auf mageres Fleisch oder Fisch verzichtet, dann sollte man dafür bessere Gründe haben als ein Dogma, gerade als Ausdauersportler (1,2-1,5g Eiweiß pro kg KG am Tag !)

http://www.zeit.de/entdecken/2016-12/ve ... ierhaltung


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 14 Jan 2017 00:26 
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Wurstbrotmampfer
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drullse hat geschrieben:
- wie stellst Du die Versorgung mit allen essentiellen Aminosäuren sicher? Mein Stand ist, dass es bei veganer Ernährung da Defizite gibt irgendwann (erst Recht bei dem Trainingspensum).

- wenn ich mich recht erinnere, warst Du seinerzeit mit Pinkpoison in regem Austausch und hast auch Teile seiner Ernährungsphilosphie übernommen mit dem Resultat, dass Sehnenprobleme merkbar besser wurden. Warst Du da noch Fleischesser (weil Paleo ja quasi das exakte Gegenteil vom Veganismus ist) und wir kam dann die Wandlung?

Über die Aminosäuren mache ich mir keinen Kopf. Es gibt haufenweise Veganer, die Leistungssport betreiben und da kein Problem haben oder hatten. Einer davon war Carl Louis in seiner besten Zeit. Viele pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Eiweiß, zum Beispiel Brot oder Hülsenfrüchte. Nach anstrengenden Trainingseinheiten rühre ich mir ein veganes (Soja-) Proteinpulver ins Müsli, das gut schmeckt. Ein Gorilla hat mehr Muckis als ich, und er ist strikter Veganer. :D In jedem unserer Trainingslager sind einige Veganer dabei, und sie machen einen fitten Eindruck.

Paleo habe ich ausprobiert, allerdings mit wenig Fleisch und viel Gemüse. Ich war und bin zu faul um wegen einem Stück Fleisch zum Biometzger zu gehen, sondern ich kaufe gerne im großen Supermarkt oder auf dem Markt am Münster, der nur einen Steinwurf entfernt ist. Meiner Achillessehne hat damals der Verzicht auf Weizen geholfen, zumindest glaube ich das; sicher ist es freilich nicht.

Ich habe das Paleo-Dings aus Interesse gemacht, stand aber damals bereits dem Fleischkonsum aufgrund der Massentierhaltung kritisch gegenüber. Daher hat das für mich auf Dauer nicht recht gepasst. Ich habe dann Vegetarisch gelebt. Nicht weil es gesünder wäre (was es jedoch ist), sondern rein aus ethischen Gründen. Dabei war mir die ganze Zeit klar, dass von hier aus noch ein Schritt zu gehen ist, denn was mit den Milchkühen und den Legehennen passiert, ist nicht witzig. – In den Medien wird ein Riesengeschiss um die vegane Ernährung gemacht, sodass ich recht großen Respekt vor diesem Schritt hatte. In Wirklichkeit ist es total einfach und auch kulinarisch äußerst zufriedenstellend, wenn man sich darauf einlässt. Es ärgert mich, dass ich das nicht bereits früher gemacht habe.

Damit verbinde ich jedoch keinen Appell an andere Menschen. Jeder kann das für sich frei entscheiden, ebenso wie ich das für mich frei entschieden habe. Ich finde es gut, wenn jemand dafür offen ist, an ein paar Tagen in der Woche auf tierische Produkte zu verzichten. Doch ich kritisiere mit Überzeugung die Politik, welche die Barbarei in unserer Tierhaltung zulässt und damit letztlich erzwingt – denn wer als Bauer nicht mitzieht, geht wahrscheinlich unter.

Für mich sind da jetzt erstmal alle Ampeln auf grün. Ich fühle mich sehr gut, esse lecker und reichlich, und habe für meine Verhältnisse ein sehr gutes Gewicht. Ich sehe da nichts Dogmatisches, sondern einfach eine Ernährungsoption, eine Möglichkeit, ein Angebot, das man für sich nutzen kann – ganz, oder ab und zu, oder auch gar nicht. Jeder wie er will.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 14 Jan 2017 00:46 
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Wurstbrotmampfer
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chris.fall hat geschrieben:
Mein Problem ist nur, dass zwei Häuser weiter der Discounter steht. Und da ich mitten in einem Wohn- und Altbauviertel wohne, sind Läden mit einer größeren Auswahl an Lebensmitteln gefühlt eine halbe Tagesreise entfernt. Sprich, alle Kombinationen an Salaten mit Zutaten aus dem Discounter habe ich schon x-mal durch... Zum Anhänger irgend einer Ernährungssekte werde ich deswegen wohl nicht werden.

Warum? Du bekommst doch in den meisten Discountern alles Nötige. Gemüse, Salate, Nüsse, Öl, Reis, Hülsenfrüchte, eine Auswahl Brot, Aufstriche, und so weiter. Du brauchst keinen anderen Laden, sondern andere Rezepte!
:keko


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 16 Jan 2017 21:47 
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Klugschnacker hat geschrieben:
Über die Aminosäuren mache ich mir keinen Kopf. Es gibt haufenweise Veganer, die Leistungssport betreiben und da kein Problem haben oder hatten. Einer davon war Carl Louis in seiner besten Zeit. Viele pflanzliche Nahrungsmittel enthalten Eiweiß, zum Beispiel Brot oder Hülsenfrüchte. Nach anstrengenden Trainingseinheiten rühre ich mir ein veganes (Soja-) Proteinpulver ins Müsli, das gut schmeckt. Ein Gorilla hat mehr Muckis als ich, und er ist strikter Veganer. :D In jedem unserer Trainingslager sind einige Veganer dabei, und sie machen einen fitten Eindruck.

So in der Art mache ich es ja schon immer, was Obst angeht, bisher hat alles gepasst. Die Geschichte mit dem Gorilla musste ich dann aber doch mal googeln. Auch der braucht essentielle Stoffe aber anscheinend nix, was es nicht im Planzenreich gibt.

Was ich mich aber frage: wer ist dieser Carl Louis, von dem Du da redest? ;) Einen überführten Doper als Beispiel anzuführen finde ich jetzt nicht so ganz passend aber es gibt sicher genug andere.

Zitat:
Paleo habe ich ausprobiert, allerdings mit wenig Fleisch und viel Gemüse. Ich war und bin zu faul um wegen einem Stück Fleisch zum Biometzger zu gehen, sondern ich kaufe gerne im großen Supermarkt oder auf dem Markt am Münster, der nur einen Steinwurf entfernt ist. Meiner Achillessehne hat damals der Verzicht auf Weizen geholfen, zumindest glaube ich das; sicher ist es freilich nicht.

OK, das kann ich durchaus nachvollziehen, zuviel Weizenprodukte und vor allem Zucker spüre ich auch körperlich.

Zitat:
Ich habe das Paleo-Dings aus Interesse gemacht, stand aber damals bereits dem Fleischkonsum aufgrund der Massentierhaltung kritisch gegenüber. Daher hat das für mich auf Dauer nicht recht gepasst. Ich habe dann Vegetarisch gelebt. Nicht weil es gesünder wäre (was es jedoch ist), sondern rein aus ethischen Gründen. Dabei war mir die ganze Zeit klar, dass von hier aus noch ein Schritt zu gehen ist, denn was mit den Milchkühen und den Legehennen passiert, ist nicht witzig. – In den Medien wird ein Riesengeschiss um die vegane Ernährung gemacht, sodass ich recht großen Respekt vor diesem Schritt hatte. In Wirklichkeit ist es total einfach und auch kulinarisch äußerst zufriedenstellend, wenn man sich darauf einlässt. Es ärgert mich, dass ich das nicht bereits früher gemacht habe.

Dieses "Riesengeschiss" kommt halt von den an anderer Stelle genannten Lifestyle-Veganern. Wie schon geschrieben, ich werde es mal angehen aber nicht dogmatisch (Parmesan, Du weißt schon ;) ).

Zitat:
Damit verbinde ich jedoch keinen Appell an andere Menschen. Jeder kann das für sich frei entscheiden, ebenso wie ich das für mich frei entschieden habe. Ich finde es gut, wenn jemand dafür offen ist, an ein paar Tagen in der Woche auf tierische Produkte zu verzichten. Doch ich kritisiere mit Überzeugung die Politik, welche die Barbarei in unserer Tierhaltung zulässt und damit letztlich erzwingt – denn wer als Bauer nicht mitzieht, geht wahrscheinlich unter.

Viel zu unaufgeregt... :D

Zitat:
Für mich sind da jetzt erstmal alle Ampeln auf grün. Ich fühle mich sehr gut, esse lecker und reichlich, und habe für meine Verhältnisse ein sehr gutes Gewicht. Ich sehe da nichts Dogmatisches, sondern einfach eine Ernährungsoption, eine Möglichkeit, ein Angebot, das man für sich nutzen kann – ganz, oder ab und zu, oder auch gar nicht. Jeder wie er will.

Siehe oben. So sollte es ja eigentlich auch sein. Aber schau Dir die Diskussionen über Ernährungskonzepte und -philosophien an. Mord und Totschlag...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährung für Sportler
BeitragVerfasst: 16 Jan 2017 21:52 
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So geht es mir auch.

Hast Du meinen Link mal angeschaut? Was sagst Du zu den Rezepten?

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