Dann fang ich mal an:
"Auf ins Fränkische" hieß es am Samstag morgen und ich freute mich wie Lumpi.
In der Tasche noch ne kleine Reservepackung Diclos, weils die Woche derat in den Rücken respektive das ISG gehauen hatte, dass noch am Freitag der Start äußerst wage war. Aber egal zur Not würde ich zugucken.
Die Fahrt über die A3 war keine Fahrt über die A3 sondern über Stauausweichstrecken *grmpf*. Irgendwann mußte ich dann auch die SMS absetzen, dass wir gerade den Rieminger Runkelrübenzüchterverein e.V. passiert haben und es definitv nicht mehr ins Freibad zum gemütlichen "Einschwimmen" schaffen würden.
Kurz bevor es richtig nervig wurde, änderten wir ein bisschen die Autobahnroute und trafen doch noch rechtzeitig zum leckeren Kuchenessen ein. Es war richtig schön mal wieder jede Menge Emus zu treffen, zu quatschen und Blödsinn zu sabbeln.
Dann ging es auch schon ab zur Nudelparty. Sehr nett das Ganze, vor allem, weil die gesamte Nudelparty für alle inkl. der Getränke "KOSTENFREI" war

- alle Achtung.
Einzig die Musik war etwas laut, so dass wir uns ein bisschen in die Ecke verkrümelten. Dennoch wurden wir von vielen weiteren Emus und anderen Verdächtigen entdeckt und so lernte ich dann auch endlich mal Frau Fritzi kennen.
Die Messe lockte mir nu nicht das Geld aus der Tasche und nach zwei Teller Nudeln und zwei Radler war es auch Zeit geworden Heimwärts zu fahren. Die Beschreibung der modischen Frisur von Herrn Hellriegel überlaß ich dann mal anderen

. Nur soviel vorab. Es hätte wohl nicht viel gefehlt und Anja hätte den Rasierer angesetzt!!
Taschen packen, Aufkleber bappen, Neo nähen, Fahrrad putzen, noch mal schnell die Ausschreibung angucken, noch gemütlich nen Radler trinken, ins Bett plumsen, Fahrradhelm parat haben, falls es in der Nacht zu Angriffen mit Wurfgeschossen kommen sollte.

so die weitere Reihenfolge.
Wer die bekloppte Idee hatte schon um 6:15 Uhr aufzustehen, ist mir entfallen

- eindeutig zu früh für mich derzeit. Aber der Masse folgend ging es irgendwie routiniert. Noch schnell die Räder ins Auto geworfen und ab dafür.
Am Start war noch nicht so viel los, so konnten wir zügig einchecken und den Platz einrichten. Mehrere Toilettengänge verschafften Erleichterung, aber nicht wirklich Entlastung. Ich fühlte mich so angespannt wie selten. Und auch Schneggschen Aufforderung wieder zu lachen oder doch mindestens mal nicht so ernst zu gucken, konnte ich nicht wirklich nachkommen. Mir war nicht danach.

Ich hatte keine Ahnung, ob der Rücken hält und was mich so erwarten würde.
Die paar Meter Einschwimmen waren noch ok, aber dann nach dem Start, als ich versuchte mir ne gute Position zu sichern, stand ich kurz vor der Panik, weil ich einen tierischen Druck auf der Brust verspührte. Als wenn jemand mit der Hand so richtig auf Deine Lungen drücken würde. Ein ganz unangenehmes Gefühl.

Ich bin ein paar Meter Brust geschwommen, um mich zu beruhigen. Danach hab ich dann einfach versucht locker zu schwimmen. Doch dann fing ich an selber mit mir zu hardern. Im Kraichgau die 2000 noch recht locker in 40:05min geschwommen, wollte ich die 1500 deutlich unter 30min zurücklegen. Zeitweise hatte ich auch Platz, konnte unter Wasser gut drücken und kam voran, doch dann bin ich wieder in jemanden reingeschwommen und hatte irgendwie einfach an der zweiten Boje keinen Bock mehr.

Ich bin dann einfach nur noch irgendwie zum Strand zurück und mit 31:39 ziemlich enttäuscht raus aus dem Wasser.

Es sei noch bemerkt, dass die Orientierung nicht so ganz einfach war, da die Badekappen der Frauen die gleiche Farbe wie die Bojen hatte - das war eine der ganz wenigen Kritikpunkte, die ich an der Orga dieses ansonsten sehr schönen WK habe.
In der WZ hatt ich noch immer Frust - also machte ich auch nicht so schnell. Taunusschnegge traf ich glaub ich beim Zelt - kann das sein?? neee oder ?? und Maja bei den Rädern. Sie verließ gerade die WZ, als ich zum Rad kam. Mist, ich hatte gehofft, die ersten 20- 25km aufm Rad an ihr dran bleiben zu können. Aufm Rad kam ich dann nach ein paar Metern an Rica vorbei und ließ es rollen. Mein Radel hatte Lust zu fahren, dass merkte ich und darauf lies ich mich ein. Bei den leichten Anstiegen machte ich mir gar keinen Streß, runter geschaltet, gleichbleibend hoch - andere vorbeifahren lassen, um dann oben an der Kuppe direkt Dampf zu geben, Schwung zu holen und gerade mal wieder alle einzusammeln, die an mir vorbei gefahren waren. Wir waren zuerst zwei dann drei Mädels, die immer im gleichen Takt anneinander vorbei fuhren. Das war ganz lustig. Auf dem letzten flachen Stück bin ich dann weggekommen, na immerhin. Die Tante mit ihrem superschicken weißen Cervelo P3 hab ich mir dann auch noch geholt, da war die Welt doch schon wieder einigermaßen in Ordnung.

Ich glaub als erstes auf der Radstrecke kam entweder carvinghugo oder realdedo an mir vorbei, beide wie immer mit nem aufmunternden Wort. Kurz nach der Hälfte kam dann auch drullse von hinten angerauscht - was der nu wieder gerufen hat, konnte ich nicht mehr verstehen - datt ging dann doch zu schnell.
Die Radstrecke hat richtig Spaß gemacht - die Abfahrten waren traumhaft, die Strecke nicht zu voll und obwohl wir Mädels ja in der zweiten Startgruppe waren, also auf dem Rad reihenweise überhohlt wurden und das teilweise recht zügig, kam es zumindest bei mir zu keinerlei brenzligen Situationen. Auch sah ich im Gegensatz zum Kraichgau keine Pulks vorbeifahren. Ich hatte den Eindruck aufm Rad wurde recht fair gefahren. Die Präsenz der WKRichter war ebenfalls gegeben.
In die WZ fuhr ich dann gleichzeitig mit Thorsten (meinem Chauffeur für dieses WE) nach 1:28:20 ein. Das war zwar kein 30ger Schnitt wie ganz leise erhofft, aber ein ganz guter Anfang.
Mit dem Abstieg wurde es dann spannend. Ich hatte erwartet, dass das ISG jetzt voll durchhaut und ggf. ein Laufen unmöglich macht - doch was war -NIX , einfach gar nix. Die Laune stieg immer mehr. Eigentlich hab ich mit einer Vollkatastrophe auf der Laufstrecke gerechnet. Gut für viele mag eine zeit von 1:07 dies auch sein. Für mich in der Verfassung, war das aber gar nicht mal so schlecht, so blöd sich das anhören mag. Auf jeden Fall hatte ich keinen Grund darüber enttäuscht zu sein.
Was ich wieder gemerkt habe ist diese riesige Diskrepanz zwischen Laufen in der Sonne und im Schatten. Kaum das mal ne Wolke kam (ich glaub ein einziges Mal) oder ein bisschen Schatten gegeben war ging das Laufen um Klassen leichter. Auch so freundliche Hinweise wie "nicht träumen Steffi - laufen !!" machten mich nicht schneller. @Alter Schwede: es ist immer eine ware Freude, Dich auf der Laufstrecke zu treffen.
Wen hab ich sonst noch wahrgenommen
Gerade die Geröllheide zu Beginn der Strecke verlassen und auf die Straße einbiegend, sah ich noch kurz laufsusi, Madame Tussaud, und lebkuchen. Kurz davor oder dahinter winkte dann auch Anja rüber.
Es war richtig schön. Überall waren Leute die man kannte, die Hallo sagten und einem ein Lächeln schenkten.
Einen ganz lieben DANK dafür an Euch alle, das macht für mich solche WK so unvergesslich!!Ca. einen Kilometer vor dem Ziel sammelte mich datt schneggsche wieder ein und ich bat sie mich mit ins Ziel zu nehmen. So blieb sie bei mir und wir liefen gemeinsam eine wunderbare Runde durchs Stadion und nach 3:07:32 ins Ziel. Ein richtig schöner und toller Abschluß einer schönen Veranstaltung. Das Buffet danach war reichhaltig, wir blieben noch lange und ließen die Seele baumeln.
Zum Abschluß gab es dann noch ein gemütliches DoppelerbeerkuchenmitSahne-Currywurst-Salat Essen bei Winklers auf dem Heuberg und eine Verabschiedung bis in zwei Wochen. Das Beste an der ganzen Sache: Die beiden kleinen Tablettchen vor dem WK waren die letzten, die ich gebraucht habe. Seit dem hab ich keine Schmerzen mehr. Die restliche Entzündung die noch drin war, hab ich wohl einfach weggeschwommen -gefahren und -gelaufen.
Ich freu mich auf Euch beim QCR - bis dahin muß ich mir die verloren gegangene Sicherheit beim Schwimmen wieder zurück holen und warte auf weitere schöne Berichte von Euch
Eure Kampa
