Klugschnacker hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben:
Was hat das jetzt mit dem Freiburger Bad zu tun? Dort findet ja genau kein "gemeinsames Fest" statt?
Dort gehen "westliche" und muslimische Frauen
gemeinsam baden. Teilweise haben sie ihre kleinen Kinder dabei, weil Kinder ebenfalls gerne ins Schwimmbad gehen; sie sandeln dann gemeinsam.
Es ist einer der wenigen Orte im Leben einer orthodox lebenden Muslima, an denen sie nicht der sozialen Kontrolle von Ehemann, Brüdern und so weiter unterliegt, denn die haben dort keinen Zutritt. Andere, für westliche Frauen selbstverständliche soziale Aktivitäten, wie ohne Aufsicht abends in der Stadt etwas trinken gehen, das Kino besuchen, oder einfach nur shoppen gehen, ist für manche von ihnen extrem schwierig, teilweise ausgeschlossen. Ungezwungene Begegnungen mit westlich orientierten Menschen sind sehr selten.
Auch orthodox lebende Muslima haben soziale Kontakte ausserhalb der Kontrolle der Ehemänner, Brüdern usw.
Die Damen sind halt unter sich und zusammen unterwegs.
In der verbotenen Stadt traf ich schon beim Shoppen auf vollverschleierte junge Damen, die sich gerade Nikes kauften.
Das Thema der Integration ist so vielfältig , wie die unterschiedlichen Auslegung des muslimischen Glaubens.
Auch "Orthodox" bedeute nicht automatisch, dass die Frauen zu Hause eingesperrt werden.
Wenn die Frauen wie Sklaven gehalten werden, hat genauso wenig mit Glauben zu tun, wie das Modern im Namen des Glaubens.
Hier geht es nur um Macht über einen anderen Menschen.
Ich frage mich aber, warum Integration immer im Zusammenhang mit Muslimen diskutiert wird.
Keiner verlangt von den Zeugen Jehova sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Die haben keine sozialen Kontakte ausserhalb ihrer Glaubensgemeinschaft.