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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 07:48 
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swimming Emu

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keko hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben:

.... :-) Tritt als CSU Vorsitzender zurück. Bundesinnenminister bleibt er auch nicht mehr lange.


Dann soll er halt gehen oder gegangen werden. Es spielt keine Rolle, die grundlegende Agenda steht. Er war zuletzt ein wenig ein Querkopf. Kommen wird vermutlich einer, der besser ins Schema passt.


Ich schreibe zunächst Seehofer und dann der CSU einen ziemlich ordentlichen Anteil an dem desaströsen Regierungshandeln der letzten 3 Jahre zu. Ein sturer, offensichtlich kranker Mann, der kein "Querkopf" im Sinne alternativer Möglichkeiten, sondern im Sinne eines Querulanten war. Gut für alle, die an konstruktiveren Lösungen interessiert sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 08:18 
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Registriert: 21 Jun 2004 11:00
Beiträge: 22000
captainbeefheart hat geschrieben:
keko hat geschrieben:
captainbeefheart hat geschrieben:

.... :-) Tritt als CSU Vorsitzender zurück. Bundesinnenminister bleibt er auch nicht mehr lange.


Dann soll er halt gehen oder gegangen werden. Es spielt keine Rolle, die grundlegende Agenda steht. Er war zuletzt ein wenig ein Querkopf. Kommen wird vermutlich einer, der besser ins Schema passt.


Ich schreibe zunächst Seehofer und dann der CSU einen ziemlich ordentlichen Anteil an dem desaströsen Regierungshandeln der letzten 3 Jahre zu. Ein sturer, offensichtlich kranker Mann, der kein "Querkopf" im Sinne alternativer Möglichkeiten, sondern im Sinne eines Querulanten war. Gut für alle, die an konstruktiveren Lösungen interessiert sind.


Ich sehe das völlig anders. Aus unserer Sicht mag das Handeln desaströs erscheinen. Was wir als polititschen Fehler oder Unfähgigkeit erkennen, ist möglicherweise genau so gedacht und geplant. Wie bereits erwähnt, habe ich in den vergangenen 2 Jahren ca. 12 Bücher gelesen (die von Sarazzin nicht mitgerechnet, weil er tatsächlich teilweise hetzt), weil ich viele Dinge einfach nicht mehr verstand. Nun habe ich meinen Frieden gefunden und bin überzeugt, dass unsere Politiker einen seht guten Job machen, Trump eingeschlossen, die AfD sowieso. Die Frage ist nur, für wen sie den Job machen.
Die Agenda läuft weiter. Es spielt keine Rolle, ob Seehofer geht oder nicht. Das ist ein wenig Show fürs Wahlvolk, ein wenig Fraß hingeworfen, damit es wieder ein Weilchen Ruhe gibt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 10:05 
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emu Küken

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keko hat geschrieben:
Es spielt keine Rolle, ob Seehofer geht oder nicht.



Das stimmt und stimmt aber auch nicht.

Das stimmt, weil alle potentiellen Nachfolger ebenso visons- und konzeptlos, hinsichtlich der Beantwortung der Frage: "In welcher Gesellschaft wollen wir zukünftig leben?", sind wie Seehofer.

Das stimmt aber eben auch nicht, denn es gibt keinen Politiker, der die Themen des rechten Randes und der Feinde der offenen Gesellschaft so in die Mitte der Gesellschaft gestellt hat wie Seehofer. Und das, obwohl es ihm nicht mal Stimmen brachte. Er hat damit einfach nicht aufgehört. Aus diesem Grund war Seehofer der gefährlichste Politiker für die Demokratie den wir seit Jahrzehnten hatten. Das er geht ist gut für die Demokratie und gut für die offene Gesellschaft.

Am Ende des Tages hat Herr Seehofer aber deutlich gemacht, dass etwas mit der politischen Bildung in Deutschland nicht stimmt. Die Reduktion der NS Zeit in unserer Erinnerungskultur und politischen Bildung auf den Holocaust ist eine Verkürzung. Die politische Bildung müsste insbesondere die Veränderung in der Gesellschaft bzw im gesellschaftlichen Denken am Ende der Weimarer Republik und im ersten Jahr nach dem 30. Januar 33 ebenso thematisieren wie die politische Veränderung. Man hätte dann nämlich sofort erkannt, welche Gefahr Horst Seehofer mit seinem Tun darstellt/dargestellt hat.

Das er geht ist eine sehr gute Nachricht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 11:16 
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turboschroegi hat geschrieben:
Das stimmt aber eben auch nicht, denn es gibt keinen Politiker, der die Themen des rechten Randes und der Feinde der offenen Gesellschaft so in die Mitte der Gesellschaft gestellt hat wie Seehofer. Und das, obwohl es ihm nicht mal Stimmen brachte. Er hat damit einfach nicht aufgehört. Aus diesem Grund war Seehofer der gefährlichste Politiker für die Demokratie den wir seit Jahrzehnten hatten. Das er geht ist gut für die Demokratie und gut für die offene Gesellschaft.


Seehofers Politik war völlig hilflos. Es bringt nichts, die Parolen der AfD aufzugreifen. Der weltweite Neoliberalismus und die Globalisierung und deren Folgen (Umverteilung von unten nach oben) spüren nun auch vermehrt die Deutschen. Das sorgt für Ängste und Unsicherheit (beides gewollt). Die AfD nutzt dies aus und geht auf Stimmenfang, arbeitet aber letztendlich ebenso für die Geldelite wie Trump in den USA.
Spalter und Ursprung sind gewaltige Geld- und Finanzmächte. Da traut sich aber niemand dran, CSU-Seehofer schon gar nicht. Er ist ein Sack Reis. So etwas wird bei uns nicht mal in der Öffentlichkeit diskutiert, obwohl von da die wahre Gefahr für unsere Demokratie kommt.
Trump ist wenigstens ehrlich. Er vertraut weder großen Teilen der Politik noch den Medien, weil er sie ja als Geschäftsman vorher gekauft hat, wenn nötig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 11:58 
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emu Küken

Registriert: 22 Jul 2007 20:28
Beiträge: 22
Hm. Was ist die proaktive Forderung an die Politik aus deiner Analyse? Welche Weichenstellung mit welchen ordopolitischen Mitteln müsste deiner Meinung nach umgesetzt werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 12:18 
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turboschroegi hat geschrieben:
Hm. Was ist die proaktive Forderung an die Politik aus deiner Analyse? Welche Weichenstellung mit welchen ordopolitischen Mitteln müsste deiner Meinung nach umgesetzt werden?

Die Politik muss langfristig der Anhäufung von riesigen Geldmengen in relativ wenigen Händen entgegenwirken. Das kann sie durch Gesetze tun.
Denn Geld bedeutet letztendlich politische Macht und läuft so dem Demokratiegedanken zuwider.
Gleichzeitig sollte jeder Mensch sein eigenes Handeln überdenken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 13:15 
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swimming Emu

Registriert: 04 Aug 2017 21:10
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keko hat geschrieben:
turboschroegi hat geschrieben:
Hm. Was ist die proaktive Forderung an die Politik aus deiner Analyse? Welche Weichenstellung mit welchen ordopolitischen Mitteln müsste deiner Meinung nach umgesetzt werden?

Die Politik muss langfristig der Anhäufung von riesigen Geldmengen in relativ wenigen Händen entgegenwirken. Das kann sie durch Gesetze tun.
Denn Geld bedeutet letztendlich politische Macht und läuft so dem Demokratiegedanken zuwider.
Gleichzeitig sollte jeder Mensch sein eigenes Handeln überdenken.


Ich bin immer noch nicht von dieser "1000-Personen-steuern-uns-entlang-des-Neoliberalismus-"These überzeugt und alles andere sind austauschbare Schachfiguren bzw. irrelevante, nur oberflächlich Konzepte). Was ist das Argument, das mir verdeutlicht, wie dieser Interessensab- oder gar -ausgleich aussehen kann.

Mit einer Art "unsichtbarer Hand", wie das Adam Smith mal formuliert hat? Mit einer Art "Treffen" von Stellvertretern? Braucht es das vielleicht gar nicht, weil der "innere Kompass" der 1000 eine identische Richtung anzeigt? Und das funktioniert dann bei 1000 Menschen?

Nochmals zu Seehofer, ein konkretes Beispiel, was für ein Desaster er im Detail angerichtet hat: Das vollkommen rückwärtsgewandte "Betreuungsgeld" war offenbar ausschließlich seine (Schnaps-)Idee, nicht mal im zuständigen Ministerium hat man das in irgendeiner Form als sinnvoll und zielführend geteilt und das "Familiengeld" als (offenbar verfassungsrechtlich bedenkliches) Alternativkonzept längst für den Nachfolger in der Schublade gehabt. Eine vollkommen falsche Allokation von erheblichen Ressourcen mit einer Zementierung eines antiquierten Frauenbildes. Und da soll wurscht sein, wer die Person ist, weil sie eh austauschbar ist? Fällt mir schwer vorzustellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bundestagswahlen 2017
BeitragVerfasst: 12 Nov 2018 13:53 
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captainbeefheart hat geschrieben:

Ich bin immer noch nicht von dieser "1000-Personen-steuern-uns-entlang-des-Neoliberalismus-"These überzeugt und alles andere sind austauschbare Schachfiguren bzw. irrelevante, nur oberflächlich Konzepte). Was ist das Argument, das mir verdeutlicht, wie dieser Interessensab- oder gar -ausgleich aussehen kann.

Mit einer Art "unsichtbarer Hand", wie das Adam Smith mal formuliert hat? Mit einer Art "Treffen" von Stellvertretern? Braucht es das vielleicht gar nicht, weil der "innere Kompass" der 1000 eine identische Richtung anzeigt? Und das funktioniert dann bei 1000 Menschen?


Es funktioniert bei quasi allen Menschen. Es wird vorgelebt und verselbständigt sich irgendwann, dass es gar nicht mehr hinterfragt wird. Wir schauen dann auf den Obdachlosen hinab genauso wie auf den Flüchtling. Sie sind ja selbst schuld! Wir hinterfragen nicht mehr die wahren Ursachen, denn das könnte unangenehm werden.

Es fängt an bei unserer repräsentativen Demokratie, die uns echte Demokratie vorenthält und Lobbygruppen Zutritt zu unseren Repräsentanten verschafft. Mit Thinktanks (oft nur Lobbygruppen mit tollen Namen), mit dem aufgesetzten Konstrukt der EU, mit weltweiten Finanzzentren, mit zentrierten, kommerziellen Medienanstalten. Das meiste dient nur zur Erhaltung der Macht und Geldgewinn relativ weniger Menschen. Es ist wie eine Krankheit, die sich überall ausbreitet. Am Ende schlägt aus Wut der Deutsche den Flüchtling. Es ist alles gut, es ist alles kein Problem... Divide et impera.

Ich weiß, das klingt fanatisch. Aber damit kann ich Dinge erklären, die mir vorher völlig unbegreiflich waren. Man muss sich nur vorstellen, dass man Teil der Elite wäre. Entsprechend ist auch völlig klar, dass der Migrationspakt kommen wird, denn er nutzt der Elite. Unsere Politiker müssen ihn bloß verkaufen.

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