Ich hatte am WE ein Erlebnis, das meinen aktuellen Zustand gut beschreibt:
Ich hatte mir und meiner Frau ja versprochen: Nie mehr Langdistanz!!!
Am Raceday in Roth dann hat es enorm gekribbelt. Am liebsten wäre ich mit ins Wasser gesprungen, hätte am Solarer Berg jemanden vom Rad geschuppst und wäre für ihn weitergefahren...

! Dann...die Tage danach...lese ich das Buch von Krelli! Hm...würde ja eigentlich...hm...naja...vielleicht doch mal wieder...!?!?
Die Tage wurde dieses Gefühl dann wieder schwächer und gestern dann der Knackpunkt. Wir sitzen so da und denken...hm...vielleicht fahren wir heute ein bisschen Rad!? Mit welchem? Wo lang? Zunächst wurde geklärt, wo wir hin fahren wollen, danach war die Radwahl erledigt, denn am Kanal entlang liegt Schotter, da geht nur MTB.
Und es war toll!!! Die ganze Zeit über hatte ich so einen "verklärten Blick" und den Tag einfach nur genossen. Ich weiß jetzt nicht, wie ich es beschreiben soll, aber...früher...früher wäre das anders gelaufen: Ich hätte in den Traininsplan gesehn und...aha....100km, na dann rauf auf Rennrad und los gehts, aber so....so konnte ich wählen.....einfach frei entscheiden..nach Lust und Laune.
Was für ein Luxus! Was für eine Freiheit! Was für ein Gewinn an Lebensqualität! Wenn ich den einen oder anderen Triathleten höre, wie er bedauert, dass er nicht mehr trainieren konnte und deswegen...die Ziele...naja..das nächste Mal. Oder sich gar auffrisst, weil er nicht zum trainieren kommt. Und ich konnte einfach 30km mit dem MTB fahren....just for fun!
Ich werden diese Thread wohl für beendet erklären. Wozu? Wozu zielgerichtetes Training? Haben wir nicht genug Verpflichtungen im Leben? Reicht es nicht Sport nach Lust und Laune zu machen und dann ...daran angepasst Wettkämpfe rauszusuchen und aus Spaß an der Freude teilnehmen???
Vielleicht denke ich so, weil ich mir schon beweisen durft, dass ich Langdistanz kann. Vielleicht denke ich so, weil ich derzeit unheimlich ausgeglichen und zufrieden mit mir und meinem Leben bin. Vielleicht ändert sich das auch eines Tages wieder, aber für den Moment.....ja, für den Moment geniese ich diese Situation einfach nur und bin der glücklichste Mensch der Welt.
P.S. Jetzt brauche ich nur noch eine Idee, wie ich mit dieser Einstellung meine Staffelteilnahme beim Challenge 2012 als Läufer "über die Bühne" bringe. Vielleicht mal wie ein Freund von mir, der dieses Jahr zum x-ten Mal ohne nennenswertes oder gar strukturiertes Training beim Challenge dabei war. Er hat geflucht und..er hat gefinisht...und er hat gesagt, dass er das niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeee wieder macht. Jaja!!!
